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KI-Potenzialanalyse für Ticketing, Marketing & metalmerch
nach unserem Gespräch letzten Freitag habe ich mich direkt mit meinem CTO zusammengesetzt. Wir haben uns angeschaut, wo KI bei Euch im Ticketing und Marketing konkret was bringen kann.
Hier sind unsere Ideen, sortiert danach, was schnell umsetzbar ist und was am meisten bringt.
Ein paar Zahlen, die zeigen, womit wir arbeiten.
Was Fever, DICE, Tixr und Co. heute können, und wo Metaltix im Vergleich steht.
Die modernen Ticketing-Plattformen sind keine reinen Ticketshops mehr. Fever betreibt ein eigenes Media-Netzwerk, Tixr bündelt Tickets, Hotels und Merch in einem Checkout, DICE verknüpft Spotify-Hörverhalten mit Konzertempfehlungen. Hier die Details.
Fever ist kein Ticketing-Tool. Es ist ein geschlossener Kreislauf aus drei Teilen: ein Marketplace für Tickets, eine eigene Event-Produktion (Fever Originals, datenbasiert), und ein Media-Netzwerk mit 200+ Stadtführer-Publikationen und 300 Mio. Interaktionen im Monat. Die Daten aus dem Ticketverkauf bestimmen, welche Events produziert werden. Content im Media-Netzwerk treibt Discovery. Alles füttert sich gegenseitig.
Seit Juni 2025 gehört auch DICE dazu. Zusammen: 300 Mio. Nutzer, größte unabhängige Live-Entertainment-Plattform weltweit.
Seit Juni 2025 Teil von Fever, aber technisch weiter eigenständig. DICE löst zwei Probleme, die andere ignorieren: Ticket-Weiterverkauf und Event-Discovery.
Der für ICS relevanteste Wettbewerber. Tixr hat ein Problem gelöst, das andere nicht angefasst haben: Festivals verkaufen mehr als Tickets, aber überall sonst sind Zusatzkäufe Nachgedanken. Nähert sich 2025 der 1-Milliarde-Dollar-Umsatzmarke.
Gehört zu AEG (Anschutz Entertainment Group). Fokus auf Stadien und große Venues. Seit Januar 2025 das erste Ticketing-Unternehmen mit biometrischer Authentifizierung.
März 2026 von Bending Spoons übernommen (das Unternehmen, das auch Evernote und WeTransfer gekauft hat). Bekanntes Playbook: kostenlos einschränken, aggressiv monetarisieren. Zukunft unklar.
Resale-Plattform mit automatischer Preisdeckelung auf maximal 10% über Originalpreis. Escrow-Zahlung über Stripe, Geld zurück wenn das Ticket ungültig ist. Positives Nutzer-Sentiment in einem Segment, das sonst von Misstrauen geprägt ist.
US-Marktplatz mit einem einzigartigen Unterscheidungsmerkmal: dem Deal Score. Jedes Ticket wird algorithmisch mit einer Wertzahl von 1 bis 10 bewertet, basierend auf historischen Preisen und Sicht-Qualität des Sitzplatzes. Überwiegend positives Nutzer-Sentiment, aber ein bekannter Checkout-Bug trübt das Bild.
Historischer Marktführer mit massiven Vertrauensproblemen. Stark negatives Nutzer-Sentiment, DOJ-Vergleich März 2026 über 280 Mio. USD wegen wettbewerbswidrigem Verhalten. Relevant als Negativbeispiel: welche Dark Patterns vermieden werden sollten, und wo sich Fans aktiv abwenden.
Fokussiert auf elektronische Musik und Club-Kultur, aber als Modell relevant: Resident Advisor zeigt, wie ein Nischen-Ticketing funktioniert, wenn es die Ästhetik und Werte der Community spiegelt. 6 Mio. Nutzer, brutalistisch-schwarzes Design, tief integrierte DJ-Profile und Genre-Filter — ein mögliches Vorbild für Metal.
Konkrete Lücken im Vergleich zu den modernen Plattformen.
| Bereich | Moderne Plattformen | Metaltix heute |
|---|---|---|
| Discovery | Personalisierter Feed, Spotify-Sync, 300 Mio. Nutzer-Netzwerk | Direkte Suche, Bestandsloyalität |
| Checkout | Ticket + Hotel + Merch + Shuttle in einem Flow | Getrennte Transaktionen |
| Daten | Echtzeit-Dashboards, A/B-Tests, KI-Insights | Vermutlich aggregierte Reports |
| Personalisierung | Individueller Feed nach Kaufhistorie und Verhalten | Broadcast-Newsletter für alle |
| Merch | Post-Purchase-Upsells, Ambassador-Programme | metalmerch als separater Shop |
| API | Webhook-Integrationen, Self-Service-Konfiguration | Keine öffentliche API dokumentiert |
| Anti-Scalping | Locked Tickets, Biometrie, rotierende QR-Codes | Standard-QR + Ticket-Transfer |
Nicht wegen einzelner Features, sondern wegen der Organisationslogik.
Features werden permanent getestet und ausgerollt. Fever lässt A/B-Tests im Dauerbetrieb laufen. Was Conversion bringt, bleibt. Was nicht, fliegt sofort raus. Kein Quartalszyklus, kein Pflichtenheft.
Organizer konfigurieren Preise, Promotions und Checkout selbst. Kein Bottleneck durch Support-Teams. Tixr: Ein Festival baut seinen kompletten Multi-Produkt-Checkout ohne eine einzige Zeile Code.
Neue Features werden nach messbarem Conversion-Lift eingeführt, nicht nach Meinung. Fever hat durch systematische Experimente den Customer Lifetime Value verdoppelt. Jeder Touchpoint ist ein Datenpunkt.
Jedes neue Event profitiert von bestehenden Nutzern. Fever/DICE bringen 300 Mio. Discovery-Nutzer mit, ohne dass der Organizer einen Cent für Akquise ausgibt. Metaltix muss jedes Ticket selbst verkaufen.
Metaltix behandelt Ticketing als Infrastruktur: Tickets ausgeben, Zugang kontrollieren, fertig. Fever, Tixr und DICE behandeln es als Intelligence-Layer: Jeder Touchpoint wird ein Datenpunkt, jeder Datenpunkt wird eine Entscheidungsgrundlage.
Das heißt nicht, dass ICS auf Fever wechseln muss. Aber die Features, die diese Plattformen bieten (personalisierte Discovery, Unified Commerce, RFID-Datenverknüpfung, Ambassador-Programme), sind genau das, was wir mit unseren KI-Lösungen für Euch bauen können. Ohne Plattformwechsel, auf Eurem bestehenden Stack.
Playersjourney ist als Spin-off aus dem gamelab.berlin an der Humboldt-Universität entstanden. Gründer Christian Stein kommt aus der Informatik und hat über Jahre im Bereich Semantic Web geforscht, einem der unmittelbaren Vorläufer heutiger KI-Technologie. Der Sprung zu Large Language Models und generativer KI war dadurch kurz.
Inzwischen ist das gesamte Team intensiv auf KI umgestellt. Wir entwickeln KI-Lösungen für ganz unterschiedliche Branchen: von Agentursoftware über psychologische Krisenintervention bis zur Kinder- und Jugendhilfe. Hier eine Auswahl aktueller Projekte. Verschiedene weitere sind gerade in Entwicklung.
Vier Beispiele aus unterschiedlichen Branchen
All-in-One-Software für Agenturen. Projectra verbindet Projektmanagement, Buchhaltung und Controlling in einer Plattform. Die KI steckt an den Stellen, wo Agenturen am meisten Zeit verlieren.
Webanwendung für die Kinder- und Jugendhilfe. Die KI unterstützt Fachkräfte bei der Gefährdungsbeurteilung, indem sie Falldaten auf Vollständigkeit prüft und gezielt nachfragt, wenn Informationen fehlen.
KI-Chatbot für psychische Krisensituationen. Mental Helpy ergänzt die menschliche Beratung von NOW! Potsdam, indem er rund um die Uhr als erste Anlaufstelle verfügbar ist und bei Bedarf an Fachkräfte weiterleitet.
Das Berliner Architekturbüro Krekeler bekommt Rechnungen mit hunderten Seiten im PDF-Format. Die manuell zu prüfen und miteinander abzugleichen hat Tage gedauert. Unsere KI liest die Dokumente, vergleicht Positionen über mehrere Rechnungen hinweg und markiert Abweichungen.